Haartransplantation – mehr Haare durch innovative Technik

Haartransplantation – mehr Haare durch innovative Technik

Nicht nur Männer sind altersbedingt von Haarausfall getroffen. Auch Frauen leiden unter schwindender Haarpracht. Wenn das Haarkleid sich lichtet, leiden viele Betroffene extrem darunter. Schöne Haare zu haben, ist für Männer und Frauen wichtig. Oft sieht man sich mit dem Älterwerden konfrontiert und kann damit nicht gut umgehen. Haarausfall kann gravierende psychische Folgen mit sich bringen. Schließlich wird volles Haar mit Gesundheit, Schönheit und Jugend in Verbindung gebracht. Nicht jedem gelingt es, den Lauf der Zeit zu akzeptieren und seinen Körper zu lieben, wie er ist. Unter Haarausfall leiden nicht nur ältere Menschen. Aufgrund von Erkrankungen oder durch Vererbung gibt es auch zahlreiche Betroffene im jugendlichen Alter. Zum Glück gibt es Ärzte wie Reza Azar, der nach modernsten wissenschaftlichen und akademischen Standards Methoden für Haartransplantationen entwickelt hat. Nach der Behandlung in seinem Zentrum dürfen sich die Patienten über volleres Haar freuen.

Was ist eine Haartransplantation?
Bei einer Haartransplantation sprießen nicht auf einmal neue Haare an kahlen Stellen. Es geht vielmehr um eine Umverteilung der Haarpracht. Wichtig dabei ist, Haare von gesunden Stellen zu entnehmen. Diese enthalten nämlich nicht das männliche Hormon DHT (Dihydrotestosteron), das für Haarausfall verantwortlich ist. Haarfollikel werden zum Beispiel am Hinterkopf oder an anderen Körperstellen entnommen und auf kahlen Stellen einzusetzen. Dazu werden von Reza Azar minimalinvasive Methoden verwendet. Seinen Erfahrungsschatz teilt er in seinem Buch „Minimalinvasive Haartransplantation“, das im Jahr 2015 im Springer Verlag erschienen ist. Die modernste Methode zur Haartransplantation wird I-FUE genannt (diese Abkürzung steht für Intermittent Follicle Unit Extraction“. Das Verfahren ist nicht nur für Geheimratsecken und kahle Stellen geeignet, sondern kann auch bei Wimpern und Augenbrauen eingesetzt werden. Die Behandlung erfolgt ohne Skalpell und es entsteht keinerlei Narbenbildung. Die Erfolgsquote ist beachtlich, Patienten berichten von schneller Heilung. Bei einer Haartransplantation wächst Eigenhaar an einer neuen Stelle einfach weiter. Nach erfolgreicher Behandlung kann man nicht unterscheiden, welcher Teil der Haarpracht transplantiert wurde. Für Betroffene steigt nach erfolgreicher Behandlung die Lebensqualität enorm. Mit der Haarpracht wächst das Selbstbewusst sein wieder.

Genaue Anamnese ist wichtig
Bevor es zu einer Haartransplantation kommt, wird vom Experten eine Anamnese gemacht. Dabei werden Vorerkrankungen besprochen und genetische Ursachen für den Haarausfall analysiert. Bei 90 Prozent der Menschen, die von Haarausfall betroffen sind, liegen genetische Ursachen vor. Leiden Mutter und Vater oder die Großeltern ebenfalls an Haarausfall, kann man von Vererbung ausgehen. Vor allem bei Männern liegt die Ursache in der Überempfindlichkeit der Haarzellen gegen das Steroidhormon Dihydrotestosteron. Dieses Hormon hemmt die Neuproduktion von Haaren und in der Anfangsphase kommt es zu schubweisem Ausfall. In selteneren Fällen führen Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Alopecia areata dazu, dass die Haare ausgehen. Betroffene klagen dann über kreisrunden Haarausfall. Bei Frauen muss man immer auch an Hormone als Ursache denken. Während der Wechseljahre oder durch die Einnahme der Antibaby-Pille kann es zu Haarausfall kommen. Außerdem wird der Ernährungszustand beurteilt. Isst man ungesund oder einseitig, wird der Körper nicht mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Auch dieser Mangel verursacht unter Umständen Haarausfall.

Was passiert bei der Haartransplantation nach der I-FUE Methode?
Nach der genauen Voruntersuchung sieht sich der Arzt an, welche Körperregionen als Spenderbereich in Fragen kommen. Schließlich muss man Haare entnehmen, die nicht vom genetisch bedingten Haarausfall betroffen sind. Nur Haare aus dieser Partie werden nach der Transplantation gesund weiterwachsen können. Die Haare werden aus diesem Bereich einzeln mit einer Hohlnadel entnommen. Diese Nadel ist mit einem Durchmesser von nur 0,9 Millimeter extrem fein, daher kommt es zu keiner Narbenbildung. Durch diese Nadel wird das Haar sozusagen freigestanzt und kann mit einer Pinzette entnommen und an der kahlen Stelle eingesetzt werden. 10 bis 15 Prozent aller Spenderhaare wachsen sofort an der neuen Stelle weiter. Andere Haarfollikel benötigen sechs bis acht Wochen, um neue Haare hervorzubringen. Da es sich dabei um eine natürliche Methode handelt, braucht es einige Zeit bis das Resultat wirklich so aussieht wie Patienten es sich wünschen. Die transplantierten Haare wachsen nicht gleichmäßig, sondern oft in Schüben. Daher kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Haarpracht gleichmäßig wirkt. Bei der I-FUE Methode wird darauf geachtet, die Haare möglichst schnell an der neuen Stelle einzusetzen. Die Zeitspanne zwischen Entnahme und Einsetzen wird bewusst kurz gehalten. So wird die Einheilungsphase deutlich verkürzt.

Fazit
Wird man mit dem Verlust der Haarpracht nicht fertig, ist eine Haartransplantation eine gute Methode. Da Eigenhaar transplantiert wird, kommt es zu keinen Nebenwirkungen und mit etwas Geduld darf man sich nach der Behandlung über volles Haar freuen.